RIED. Vergangenen Samstag begannen die Jusos Ried mit der Ausarbeitung des Programms für die Kommunalwahl 2016. Nach Referaten der Fraktions- und Parteivorsitzenden aus Lampertheim, Bürstadt, Biblis und Groß–Rohrheim, begann der SPD Nachwuchs Problemfelder zu lokalisieren und Ideen zu entwickeln. Im Fokus standen dabei erste Eckpunkte für ein Programm zu entwickeln, dass die Jusokanidaten in den sozialdemokratischen Fraktionen in der kommenden Legislaturperiode umsetzen möchten und das die Riedkommunen für junge Menschen wieder attraktiver gestaltet.

Für Lampertheim gehörte dazu unter anderem der Plan das unbebaute Gleisdreieck für studentischen und sozialen Wohnungsbau zu nutzen. Die Nähe und die schnelle Zuganbindung zur Universität Mannheim solle ebenso genutzt werden wie die Möglichkeit den Mangel an sozialem Wohnraum zu beseitigen. Auch beim Busverkehr sehen die Jusos Verbesserungen. Neben der Erhaltung vielgenutzter Linien will der SPD Nachwuchs eine Nachtfahrlinie fordern. Als Vorbild diene dabei das Heidelberger Moonliner Konzept. Zu später Stunde beispielsweise vom Bahnhof in andere Stadtteile zu gelangen sei zurzeit fast unmöglich.

Als vorläufiges Ergebnis der Mitmachaktion wollen die Jusos sich weiter für den Skateplatz in Hofheim einsetzen. Das Argument, dass ein solcher Platz nicht genutzt werde, hätte sich als ein Trugschluss herausgestellt.

Für Bürstadt wollen die Jusos die Schaffung attraktiver Jugendtreffpunkte, zum Beispiel durch Unterstellmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten auf dem Freizeitkickergelände, und den Erhalt eines Kinderarztes mit ins Programm aufnehmen. In Biblis fordern die Jusos, dass das aktuelle Standortentwicklungskonzept auch bauliche Maßnahmen zugunsten junger Menschen enthält. „Wir möchten der guten Infrastruktur für die Vereine auch eine solche für offene Angebote hinzufügen. Zum Beispiel in Form eines Beachvolleyballfeldes.“

Nicht nur mit eigenen Themen und Ideen, sondern auch Personalien will der SPD Nachwuchs „Positionen und Interessen der Jugend“ in den Fraktionen vertreten. Dafür schlugen sie am Ende der ersten Programmausarbeitung ihre 11 Kandidaten vor, die die Jahreshauptversammlung zusammen mit dem endgültigen Programm am 13. Mai endgültig beschließen soll. Als Jusos wollen auf der SPD-Liste in Lampertheim Marius Schmidt, Torsten Mörstedt, Saskia Kern, Maximilian Rühl, David Westerheide, Lena Krasnici, Lara Strubel und Dominik Ofenloch für die Kommunalwahl kandidieren. In Bürstadt wollen sich Patrick Horn und Philipp Ofenloch um einen Platz im Stadtparlament bewerben und für Biblis stellt sich Bianka Muhs auf.

Für die Wahl fordern die Nachwuchskräfte aussichtsreiche Listenplätze von ihrer Mutterpartei. „Das Durchschnittsalter der Bürgervertretungen steigt rapide und es wäre an der Zeit dafür, dass die Fraktionen eine bessere Mischung aus Jung und Alt darstellen. Die Kommunen verdienen neue Ideen und Energie. Wir Jusos werden im gesamten Kreis mit Elan und Visionen, im Dialog mit Partnern und Interessierten, Programme erstellen und uns für 2016 zur Startlinie begeben“, so die Jusos.