LAMPERTHEIM. „Unsere Aufgabe ist es, dass alle hier die Regeln einhalten.“ Felix Müller, Vanessa Kilic und Dennis Engler strahlen, als sie von ihrer Arbeit als Interessengemeinschaft Wohnen (IWo) berichten. Die Jusos Ried nahmen sich im Rahmen ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause Zeit, die Wohnungen der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) im Lampertheimer Falterweg zu besuchen und sich mit Betreuern und den zum großen Teil jungen Bewohnern auszutauschen.

Seit 2014 wohnen 16 Menschen in mehreren Wohngemeinschaften unter dem Dach der NRD. „Alle haben eine geistige Behinderung“, erklären Teamleiterin Nina Burkhardt und Johanna Götte von der NRD. Das Konzept der drei Häuser sieht vor, dass den Bewohnern ein ganz normales Leben ermöglicht wird. Einkaufen, Arbeiten bei der Behindertenhilfe Bergstraße oder auch das Besuchen von Familie und Freunden: Alles ist entweder dank zentraler Lage in der Stadt zu Fuß oder mit dem Auto der NRD möglich. „Wir sind ein Haus mit offener Tür, bieten Praktikumsplätze an,  beteiligen uns am Kunst- und Hofflohmarkt oder am Weihnachtsmarkt in Bürstadt“, so Nina Burkhardt.

Die Jusos zeigten sich begeistert von der Idee der auf mehr Inklusion ausgerichteten  Wohngemeinschaft. Sie erfuhren, dass Inklusion schon bei kleinen Dingen anfängt: Die jungen Bewohner würden gerne mal zu einem Fußballspiel als Zuschauer gehen oder selbst dem Ball hinterherjagen. Der SPD-Nachwuchs lud die jungen Erwachsenen zu seinem Sommerfest „Grill and Chill“ am Samstag, den 20. August ab 19 Uhr in den Lampertheimer Stadtpark ein.