Die für den 1. Januar angekündigte Preiserhöhung des VRN beschäftigt die Jusos Ried. Die SPD-Nachwuchsorganisation nimmt insbesondere die geplante Erhöhung bei den Maxx-Tickets um 1, 40€ beziehungsweise 2 Euro beim Super-Maxx-Ticket zur Schülerbeförderung „mit Sorge zur Kenntnis“. „Dies ist ein weiterer Schritt in die aus unserer Sicht unrichtige Richtung, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern weiter für eine Selbstverständlichkeit zu belasten: Den Weg in die Schule“, so die Jungsozialisten in einer Pressemitteilung.

Aus dieser Grundposition heraus erinnert der Vorstand der Juso-Arbeitsgemeinschaft an die eigene Forderung nach einem kostenlosen Schülerticket für das VRN-Gebiet in der Metropolregion.

Gleichwohl sei jedoch klar, dass der Kreis Bergstraße hier als Schulträger und zuständiger Betreiber der Schülerbeförderung nicht alleine und sofort die Kosten für das Maxx-Ticket übernehmen kann. „Als Rettungsschirm-Kreis mit einem Haushaltsdefizit von fast 30 Millionen Euro ist es nicht realistisch, diese Situation sofort im Sinne der Schülerinnen und Schüler zu ändern. Daher fordern wir mittelfristig durch eine koordinierte Initiative der gesamten Metropolregion die Übernahme von 50% der Kosten und schließlich schrittweise die komplette Übernahme dieser Kosten.  Zu einem gelungenen Schulstandort gehört auch die Sicherstellung einer kostengünstigen Fahrt zum Schulort.“

Gleichwohl seien nachwievor auch qualitative Probleme  zu lösen: „Wenn einerseits Preise erhöht werden, sich andererseits aber der Zeitplan für einen S-Bahn-Anschluss für das Ried immer weiter nach hinten verschiebt oder ein sinnvolles Tarifangebot wie das Ticket 24 abgeschafft wird, muss man sich über nachlassende Akzeptanz seines Angebots nicht unbedingt wundern“, so die Jusos abschließend.