Einleitung:

 

Lampertheim muss als Stadt im ländlichen Raum mit geringer Dynamik mit einem Einwohnerverlust von 4,4% bis zum Jahr 2030 rechnen (Aktuell: 31.500 Einwohner). Dieser Fakt bedarf einer stetigen Anstrengung in den Bereichen Stadtmarketing, Investorensuche und Stadtentwicklung und führt ebenso zu einer Veränderung des Stadtbildes. Die Stadt Lampertheim hat durch die Einrichtung von Arbeitskreisen zu diesem Thema  einen wichtigen Schritt in der Gestaltung dieses Prozesses getan. Wir möchten diesen Arbeitskreisen mit unserem vorgelegten Papier nicht vorgreifen, erachten jedoch die dargestellten Vorschläge für eine angemessene Stadtentwicklung als notwendig an, um eine für junge Menschen attraktive Stadt bleiben zu können. Das Ziel der Maßnahmen ist es, junge Menschen nach Beendigung der Schullaufbahn zu halten, junge Familien anzulocken und gleichzeitig ein für SeniorInnen möglichst bedarfsgerechtes Stadtbild zu gestalten.

 

Infrastruktur

– Barrierefreie Zugänge an öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen, Bushaltestellen

– Transportshuttle für ältere Menschen zu Einkaufszentren u.Ä.
– Mehrgenerationshäuser
– eventuell freiwillige Seniorenarbeit mit Kinderbetreuung in einer KITA koppeln
– eventuell Jugend einbinden bei der Hilfe älterer Menschen (Einkauf helfen etc.)

– Breitbandnetzausbau flächendeckend vorantreiben

Jugendbeteiligung

 

– Zielsetzung ist es, eine höhere Sensibilisierung der Jugendlichen für aktive Politik und ein gesteigertes Interesse an der Politik zu schaffen. Ein stabiles Gemeinwesen bürgt für eine funktionierende Stadt.

– Eintritte in Parteijugendorganisationen (sollten kostenfrei bleiben)

– Jugendbeiräte

– Schulen sollen in den Auftrag der politischen Bildung von Seiten der Stadt stark einbezogen werden (Politik-AGs, Diskussionsabende im Vorfeld von Kommunalwahlen)

– Schriftliche Umfrage unter Schülern, welche Ideen sie für Lampertheim haben (analog zur Aktion „10 Minuten für Lampertheim“)

 

Attraktive Stadt

 

– Ausreichendes Angebot an Bolz- und Sportplätzen (Bei Neubau von Bolz- und Sportplätzen auf Gummiplattenunterlage achten, um eine Nutzung durch Basketballer und Fußballer zu ermöglichen)

– Im Rahmen von Cultur Communal ausreichende Auftritte und Aktionen für Jugendliche anbieten

– Hohen Standard der Stadtjugendpflege beibehalten und optimieren

– Vereinsangebot erhalten (Vereinsförderung als Unterstützungsmaßnahme erhalten)

– Durchgängiges Schul- und Bildungsangebot erhalten

– Umgehungsstraßenkonzept abschließen (Fertigstellung der Ostumgehung, Planung einer Verlegung der B 44)

– Attraktives Nutzungskonzept für das Jugendcafe „Trichter“ um die Akzeptanz zu

erhöhen (Umbau, Anpassung an allgemein gültige Standards anderer Cafes, mglw. auch Einführung der Selbstverwaltung)

– Jugendtreffplatz mit ausreichend Sitzgelegenheiten, Laternen, mglw. auch Basketball- und Fußballplatz ausweisen (Vorbild: Freizeitkicker in Bürstadt)

– Naherholungsgebiet Biedensand erhalten und vor touristischer Nutzung schützen

– Altrheinentschlammung hat hohe Priorität

– Ruftaxiservice verstärkt publik machen und einsetzen

– Demografiebeauftragen-Stelle schaffen

– Vereinbarkeit Familie und Beruf durch KITA- und Tagesmütter-Plätze schaffen

– Schwimmbad erhalten (weiche Standortfaktoren)

– Wiederbelebung des Lampertheimer Bahnhofs (Herrichten des Umfeldes, ggf. Rückkauf des Gebäudes von der DB AG, Nutzung als Gewerbefläche, z.B. durch ein Cafe)

 

Wirtschaft und Verkehr

 

– Zielsetzung: Wie halte ich junge Menschen nach dem Abitur in Lampertheim?

– Lampertheim als mittelständisch geprägter Standort mit vielen Nischenmarktführern

– Nur 136 Ausbildungsplätze (Stand: 2011)

– Bereitstellung von günstigem, mietbaren Wohnraum (Mehrfamilienhäuser)

– Verkehrsanbindungen in Universitätsstädte und Städte mit pot. Ausbildungsgebern optimieren; hier: Bessere Taktung für den Weg nach Darmstadt, S-Bahn-Anschluss so schnell wie möglich

– Verweildauer in Innenstadt muss erhöht werden („Hingucker“)

Wunsch nach Geschäften mit für Jugendliche ansprechendem Angebot

 

 

Politische Rahmenbedingungen

 

Interkommunale Zusammenarbeit
Stärkere Zusammenarbeit in folgenden Bereichen:
-Abwasserversorgung
-Stromversorgung
-Ordnungsbehörde
-Breitbandanschluss
-S-Bahnanschluss

 

– Finanzielle Schwierigkeiten:

 

– Lampertheim hat einen Schuldenstand von über 30 Millionen Euro (zu 100% Investitionskredite)

– Es ist daher zu erwarten, dass in den Bereichen Gebühren und Steuern (hier vor allen Dingen Gewerbesteuer und Grundsteuer) eine Erhöhung durchgeführt werden wird

– Daher muss die Investitionsreihenfolge Projekte und Maßnahmen zum demografischen Wandel priorisieren.

– Allgemeine Rücklage als Demografie-Fonds

– Diese Sachlage  mindert den Gestaltungsspielraum für jegliche Maßnahmen rund um die Attraktivitätssteigerung der Kommune

„Erneuerbare Energien Ja! Windkraft Nein?“

24 . Juni 2012 | | In: Aktuelles, Themen

 

RIED (red.) „Erneuerbare Energien Ja-aber Windkraft vor meiner Tür: Nein danke!“, denken sich derzeit viele Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland, nachdem die Atomkraft durch die Bundesregierung lahm gelegt wurde und nun deutschlandweit intensiv am Ausbau der erneuerbaren Energien gearbeitet wird.

Doch gerade jetzt brauche man einen intelligenten Ausbau der erneuerbaren Energien und dieser müsse aus einem effizienten Mix verschiedener Energiequellen bestehen; dazu gehören auch Windräder, so der Vorstand der Jusos Ried. „Intelligent heißt hier, dass sowohl ökonomische als auch ökologische Aspekte bei der Planung mit einfließen sollen. Es darf nicht sein, dass Windräder in die Flugschneise eines Vogelgebietes gebaut oder dass ganze Forstflächen dafür gerodet werden. Jedoch soll der Bau eines Windrades nicht aus ästhetischen Gründen scheitern. Auch wenn eine breite gesellschaftliche Akzeptanz verschiedener Gruppen für die Energiewende nötig ist, so müssen Einzelinteressen doch hinter das Gemeinwohl zurücktreten. Und dieses bedingt eine maximale Versorgungssicherheit, die nur durch behutsame Eingriffe in die Natur machbar ist. Auch im Kreis Bergstraße wird derzeit viel unnötige Zeit in Diskussionen zu Schönheitsaspekten gesteckt“, sind sich die Jusos sicher.

„Das Bild der Zukunft wird wohl so aussehen, dass man sich in windreichen Landschaftszügen die Windräder nicht mehr weg denken kann. Auch an die unattraktiven Strommaste hat man sich gewöhnt und diese stehen im Aussehen den Windrädern in nichts nach“, sind sich Patrick Horn aus Bürstadt, Marvin Milius aus Biblis und Marius Schmidt aus Lampertheim einig.

Auch sollte es bei der Umsetzung sogenannter Windparks keine Denkverbote bei der Finanzierung geben. In vielen Kommen gebe es sowohl Solar- als auch Windparks, die von Bürgern finanziert würden. Daran könnten sich die Bergsträßer Gemeinden ein Beispiel nehmen. Man solle es jedem Bürger ermöglichen sich an dem Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligen zu können, erneuern die Jusos die Forderung nach genossenschaftlichen Finanzierungsmodellen.

„Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen und eine ökologische, effiziente und zukunftsfähige Energiewirtschaft in Deutschland entwickeln. Jetzt ist die Chance sich unabhängig von fossilen Brennstoffen zu machen und vorbildlich in die Zukunft zu starten“, so die Jusos Ried abschließend.

Jusos unterstützen Resolution

10 . Juni 2012 | | In: Aktuelles, Themen

 

RIED (red). Die Jusos Ried begrüßen ausdrücklich das Vorgehen der vier Städte und Gemeinden im Mittelzentrum Ried zum S-Bahn-Ausbau entlang der Strecke Mannheim-Biblis. „Es ist das richtige Signal, dass Lampertheim, Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim hier an einem Strang ziehen und den verantwortlichen Stellen ihren Unmut über die Ausbauverzögerung mitteilen“, so die jungen Erwachsenen in einer Pressemitteilung.

Die Deutsche Bahn AG hatte zuvor dem Ausbau der Main-Neckar-Linie von Mannheim-Friedrichsfeld nach Darmstadt eine höhere Priorität eingeräumt und den Ausbau der Linie entlang des Rieds auf Ende 2017 und darüber hinaus verschoben. Dabei war bereits 2008 nach zahlreichen Verzögerungen der Zeithorizont zur zweiten Ausbaustufe der Strecke festgelegt worden.

Um die Missbilligung dieser Ankündigung seitens der Städte und Gemeinden deutlich zu machen, haben die Bürgermeister eine Resolution ausgearbeitet, die nun den Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen zur Abstimmung vorgelegt werden.  „Dass dort nun eine weitere, maßgebliche Verzögerung eintritt, ist nicht hinnehmbar. Es ist wichtig, dass das Mittelzentrum Ried fernab aller parteipolitischen Differenzen mit möglichst einstimmigen Beschlüssen die ausgearbeitete Resolution annimmt“, so der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft aus Biblis, Bürstadt und Lampertheim.

In der Resolution ist gerade von den wirtschaftlichen Vorteilen eines S-Bahn-Anschlusses für die Region die Rede, die Jusos verweisen aber auch explizit auf den Schülerverkehr: „Zahlreiche Schülerinnen und Schüler fahren jeden Tag mit dem Zug zu den Bildungsstätten. Wenn, wie der zuletzt veröffentlichte Schulentwicklungsplan zeigt, tendenziell eher Schulstandorte geschlossen und keine Neuen geschaffen werden, wird diese Wanderbewegung noch zunehmen. Es ist angesichts dieser Entwicklung unabdingbar, dass ein gut getakteter S-Bahn-Anschluss die aktuelle Regelung mit dem Regionalexpress ablöst und den Schülertransport auf der Schiene noch weiter vereinfacht“, sind sich Patrick Horn aus Bürstadt, Marvin Milius aus Biblis und Marius Schmidt aus Lampertheim einig.

Auch der Ausbau der Bahnhöfe hinsichtlich einer erhöhten Barrierefreiheit geht mit der Ausbaustufe einher. „Das ist gerade im Hinblick auf den demografischen Wandels unheimlich wichtig. Auch hinsichtlich der benötigten Planungssicherheit für Bauvorhaben an den Bahnhöfen entlang der Strecke ist eine weitere Verzögerung nicht wünschenswert.

Die Bahn scheint zuletzt ihr Augenmerk verstärkt auf Langstreckenprojekte zu legen und den Nahverkehr außer Acht zu lassen. Das ist bedauerlich.“, so die Jusos auch angesichts stetig steigender Fahrtpreise abschließend.

21 . März 2012 | | In: Über Uns

Die Jusos Ried sind die Arbeitsgemeinschaft der Unter-35-Jährigen der SPD in den Städten Lampertheim, Bürstadt und Biblis.

 

Mitmachen kann man bei uns jedoch auch, wenn man kein SPD-Mitglied ist oder unbedingt werden möchte. Anmelden kann man sich z.B. bei der Seite des Jusos auf Bundesebene (http://www.jusos.de/mitmachen) oder in dem man einfach über den Button „Kontakt“ mit uns ins Gespräch kommt.

 

Vorstand

Patrick Horn

Marvin Milius

Marius Schmidt