Ried. Für den SPD Nachwuchs aus dem Ried ging es, verstärkt durch Neumitglieder und einige Gäste, für vier Tage nach Berlin. Eine Delegation der Jusos aus den Städten und Gemeinden Lampertheim, Bürstadt und Biblis besuchte im Rahmen einer Wahlkreisfahrt der Abgeordneten Christine Lambrecht gemeinsam mit Gästen der SPD Viernheim die Bundeshauptstadt und konnte die Schauplätze der politischen Entscheidungen aus nächster Nähe betrachten.

Das Programm war dabei vielfältig gestaltet. So standen am zweiten Tag der Reise ein Gespräch mit Lambrecht über die Arbeit der Großen Koalition und kommende Projekte im Paul-Löbe-Haus in Parlamentsviertel auf dem Programm. Danach wurden die Jungsozialisten im Reichstag empfangen und erhielten von dem Informationsdienst des Deutschen Bundestags durch den Reichstag geführt. Die Führung orientierte sich an der parlamentarischen Arbeit – auch wenn diese zum Zeitpunkt des Besuchs bereits in die Sommerpause gegangen war.

Im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, erhielt der Parteinachwuchs am darauffolgenden Tag einen Einblick in neue Strategien zur „Verbesserung der Bürgernähe“, der parteiinternen Willensbildung und der kommenden Wahlkampforganisation. Jedoch orientierte sich der Berlinbesuch der Jusos nicht nur an zukünftigen Projekten. In der ehemaligen Stasizentrale berichteten Zeitzeugen anschaulich und einfühlsam über die Schrecken der DDR-Diktatur. „Wir empfehlen jedem Berlinbesucher eine Führung durch diese Gedenkstätte. Welch grundlegende und wichtige Bedeutung Privatsphäre und Datenschutz in einem Rechtsstaat haben, wird einem erst beim Blick auf das Unrecht klar, dass die DDR-Regierung mit ihren perfiden Überwachungsmethoden begangen hat“, so die Jusos Ried über ihre Eindrücke vom Museum im ehemaligen Stasihauptquartier im Osten Berlins.

Weitere Höhepunkte waren unter anderem eine Stadtrundfahrt sowie ein Besuch im Bundesfamilienministerium. „Eine Wahlkreisfahrt ist ein unvergessliches Erlebnis, das einem Politik wirklich näher bringt. Wir können nur jedem empfehlen, sich bei seinem örtlichen Abgeordneten hierfür anzumelden und Politik live zu erleben“, so die Jusos.