Jusos: Diskussion über Hauptschule in Biblis

BIBLIS. Die Jusos Ried bedauern die Schließung der Hauptschule in Biblis und diskutieren über die Zukunft des Bildungsstandorts Biblis. Wie bereits berichtet, werden nur noch die Acht- und Neuntklässler ihren Abschluss an der Schule in den Weschnitzauen machen. Die anderen Klassen wechseln im kommenden Schuljahr an die Erich Kästner-Schule in Bürstadt.

„Mit der Schließung der regionalen Schule wird der Bildungsstandort Biblis geschwächt“, stellen die Jusos fest. Es sei schade, dass sich hier der Kreis Bergstraße als Verantwortlicher für Schul- und Bildungsfragen keine Gedanken über mögliche Kooperationsmodelle gemacht habe. So hätte man beispielsweise eine Kooperation mit der Hauptschule in Hofheim bilden oder eine einzügige Klassenlösung mit der Erich Kästner-Gesamtschule in Bürstadt finden können. „Schließlich ist das Thema Bildung ein wichtiger Standortfaktor für junge Familien, die Biblis bei der derzeitigen Strukturentwicklung nötig braucht“, so die SPD-Jugendorganisation in einer Pressemitteilung.

„Wir hoffen nun, dass die frei werdenden Raumkapazitäten für ein besseres Angebot der Bibliser Grundschule genutzt werden und diese ausreichend Platz für einen guten Unterricht erhält“, so Bianka Muhs aus Wattenheim. „Die steigenden Anmeldezahlen zeigen nämlich, dass eine wohnortnahe Schulversorgung weiter gefragt ist und gesichert bleiben muss“, meint Marvin Milius von den Jusos. Getreu dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ sei das Schulgebäude der Hauptschule gut geeignet, den Grundschülern in Biblis eine gute Versorgung vor Ort zu bieten.

Die Jusos appellieren an den Kreis, den Bildungsstandort Biblis nicht weiter abzubauen. „Das Thema Bildung sollte das letzte Ende sein, an dem gespart wird, da hier konkret an der Zukunft kommender Generationen der Rotstift angesetzt wird“, so der Juso-Vorsitzende Marius Schmidt.